Sonntag, 8. Mai 2016

Nocheinmal gewandert....

...und nocheinmal auf dem Siegsteig, wieder mit beiden Kindern und dieses Mal sogar mit einer Übernachtung. 
Nach dem Sturm und Hagel der letzten Wochen, hatte sich  vergange Woche das Wetter ja komplett zum Guten geändert gehabt, so das ich am Dienstag kurzentschlossen eine Hundesitter für den Brückentag organisiert und ein Zimmer gebucht habe.
Diese Auszeit, gemeinsam mit den Kindern, hat mir nach den Schrecken und Sorgen der lezten Wochen (die leider nicht nur metrologischer Natur waren) total gut getan.
Und auch wenn es hier im Blog nun so ausschaut, als würde die Dryade ständig auf Urlaub sein, dem ist leider nicht so.

Wandern mit Kindern ist ganz anders als alleine unterwegs zu sein. Es ist ganz anders toll und  auch ganz anders anstrengend. Aber auf jeden Fall eine wunderbare Erfahrung die ich nicht mehr missen möchte. Es ist vor allem eine ganz besondere Art mit den Kindern Urlaub zu machen und die Natur gemeinsam zu erleben.


Dieses Mal sind wir drei wieder alleine unterwegs gewesen, was super war. Wir sind am Freitag Vormittag in Au (Sieg) am Bahnhof gestartet und von dort aus die 8. Etappe ( rückwärts) in Richtung Altwindeck gelaufen. Dort hatte unsere erste gemeinsame Siegesteigtour im letzten Sommer, ja geendet.

Unterwegs haben wir in Rosbach, in der Waldjugendherberge übernachtet, die Jugendherberge liegt nur wenige Meter vom Weg entfernt und ist ausgeschildert. Dies war ein absoluter Vorteil gegenüber der Wanderung auf dem Limesweg, wo wir vom Weg aus  jedes Mal noch einen weiten Weg zur Jugendherberge/Pension hatten. Allgemein war die Wanderung auf dem Siegsteig wesentlich entspannter, weil die Wegmarkierung lückenlos war und wir somit gemütlich, ohne Verlaufen,  2 Tage lang vor uns hin wandern konnten.

Wir haben laut Schrittezähler 25,5 km von der Haustüre und wieder zurück geschafft, wobei wir in Rosbach einen Abstecher ins Dorf gemacht haben um neue Schuhe zu erstehen, da sich im Laufe der ersten Etappe die Sohle meiner Wanderschuhe verabschiedet hatte ^^.  
Wir sind über Bäche geklettert und haben jede Menge Höhenmeter hinauf und hinab gemeistert. Den Kindern haben die abwechslungsreichen Wege gut gefallen, besonders die Kletterpartien :-). 

Den Tag heute haben wir eher ruhig und ich vor allem mit jede Menge Gartenarbeit verbracht, es hat sich gelohnt das Beet ist nun frühlingsfein und wir anderen sind fit für eine neue Woche und  für den Montag morgen mit all seinen Überraschungen.

Dienstag, 12. April 2016

Die Stadt in der es Kuchen zum Frühstück gibt (Version II)

... oder: Nach mehr als 10 Jahren bin ich dann dann doch nochmal zurück gekehrt in die goldene Stadt.
Ja, zugegeben, ich war sehr skeptisch. Mein letzter Besuch in Prag war sehr enttäuschend gewesen. Damals war der Westen mit McDo&Co wie ein Heuschreckenheer über die verträumte (Alt)stadt herein gefallen und gab dem Flair der Stadt, gemeinsam mit Kegelclubs die zum Wochenend-Pregelsaufen-billigshoppen-undpoppen in die Stadt reisten, in meinen Augen, den Todesstoß.
Damals hatte ich beschlossen selber nie wieder hin zu fahren, um Prag in schöner Erinnerung zu behalten.  Vorher, in den frühen 90igern hatte ich Prag als etwas ganz besonderes und einzigartiges erlebt. Die Mischung aus alter, ruhiger nach vielen Jahren des Komunismuses etwas heruntergekommene Stadt und der Aufbruch (besonders unter jungen Leuten und Studenten) in die Freiheit und die neue Zeit, hatten eine einzigartige Atmosphäre geschaffen, die mich sehr fasziniert und in ihren Bann gezogen hatte.

Die frühen 90iger sind vergangen, der Flair dieser Zeit auch, aber Prag hat sich neu geschaffen und einen eigenen Weg in das neue Jahrtausend gefunden. Das "neue" Prag, in welchem ich letzte Woche für 3 Tage zu Besuch war, hat mich sehr überrascht und auf seine Weise, auch wieder völlig in seinen Bann gezogen.
Ich hatte seit einiger Zeit wieder Sehnsucht nach Prag gehabt und zur Weihnachten hatte ich dann von meinem Schatz drei Tage in Prag geschenkt bekommen. Die Kids waren in der zweiten Ferienwoche bei ihrem Vater und wir waren frei.

Prag hat sich sehr herausgeputzt seit meinem letzten Besuch, die meisten Fassaden der Altstadt sind wunderschön restauriert und auch in der Neustadt (Prag hat die älteste Neustadt die ich kenne, sie ist über 600 Jahre alt) sind die meisten Fassaden der wunderschönen alten Stadthäuser renoviert und saniert worden.
Die großen Marken geben sich mit kleinen Handwerksläden und traditionellen Geschäften, alten Cafés (ja ich habe nach 20 Jahren wieder im Café Louvre gefrühstückt) und neuen Bars die Hand und irgendwie gibt gerade dieser Mix aus Tradition und Moderen der Stadt sehr viel Charakter.
Highlights unseres Aufenthalts waren die Entdeckung des "Globe" ein Café in einem (englischen) Bücherladen, (oder war es ein Bücherladen in einem Café ?), die Freude als wir morgens, direkt nach unserer Ankunft feststellen durften das, das Café Louvre in neuem alten Glanz erstrahlt und immer noch fürstliches Frühstück serviert (gefolgt von der Entdeckung, das nun zu einem guten tschechischen Frühstück ein Stück Kugelhupf oder Honigkuchen gehört *lecker*).
Mein absolute Highlight war der Moment, als wir im strahlenden Sonnenschein, auf den Platz vor der John Lennon Mauer traten und uns "Imagine" entgegen klang.
Außerdem haben wir die Stadt (unter anderem) auf einer Entdeckungstour, auf den Spuren der Drehorte großer Filme, welche in Prag gedreht wurden (aber meistens garnicht dort spielen) erkundet. Eine total überaschende und spannende Weise die Stadt zu besichtigen!

Nun sind wir zurück, die Füße haben wir uns ziemlich wund gelaufen in den drei Tagen, aber unsere Herzen sind voller schöner Erinnerungen an eine wunderschöne Stadt!! Und diesmal vergehen sicherlich nicht wieder 10 Jahre bevor ich zurück komme!

Montag, 28. März 2016

Groß geworden ...

... wenn kleine Kinder zu "Schukies" werden...
Die Schulferien sind bei mir auch immer Zeit für weitere Renovierung im Haus. Dieses Jahr war Erics Zimmer wieder an der Reihe, denn der kleine Man wird diesen Sommer eingeschult und genau wie bei Lilli vor zwei Jahren, war es Zeit für ein "Schulkindzimmer" mit großem (Hoch-)Bett.  Es erschreckt mich in solchen Augenblicken immer wieder, wie schnell die Zeit vergeht. Eben war er noch so klein, die Welt noch so heile und in ein paar Wochen wird er nun schon eingeschult, mein kleiner Zwerg.

Lillith war in der vergangenen Woche bei ihrer Oma "auf Urlaub", so dass Eric und ich viel Zeit hatten sein Zimmer gemeinsam zu renovieren. Ich habe zum ersten Mal den Versuch gestartet, mir die "Baustelle" mit einem der Beiden zu teilen, und war total happy damit. Denn er ist wirklich groß geworden der "Kleine" und hat richtig genial mitgeholfen.
Die Wände haben eine neue Schicht Lehmputz (wieder einmal den von Kreidezeit) bekommen, eine Wand ist blau gelieben, die andere wollte er gerne grün streichen.
Im Gegensatz zur Küche, waren in den Kinderzimmern die Tapeten ja schon lange von den Wänden, und Erics Zimmer hat "einfach nur mal schnell" eine Schicht neuen Lehmputz und neue Farbe an die Türrahmen bekommen. Der alte Wandbelag ist zum Glück dort geblieben wo er war und sein neues Bett kam pünktlich am letzten Montag mit der Post. Ein Regal, Tisch und Stühle wurden dann beim gelben Möbelriesen besorgt (denn für faire Möbel reicht unser Haushaltsbudget leider nicht). FERTIG!! Ich finde, jetzt habe ich mir noch ein paar Tage Urlaub verdient, bevor die Schule wieder anfängt.
Eric ist total stolz auf sein "großes" neues Zimmer und ich auf meinen "Zwerg".

Samstag, 26. März 2016

Nach den Sternen gegriffen...

Heute Abend habe ich noch flott zwei von diesen super praktischen Frühstücksbeuteln genäht. Ostergeschenke für morgen *zwinker*.
Ich hatte bereits im Herbst einen Satzt davon genäht gehabt, hauptsächlich für die Wanderung am Limes , denn die Beutel nehmen weniger Platz in der Tasche weg als eckige Frühstücksdosen und machen sich, einmal leer gegessen, richtig dünne.
Letzteres ist eine Eigenschaft die sich nicht nur im Rucksack, sondern auch in meiner Handtasche gut macht. Denn so nimmt das Pausenbrot viel weniger Platz weg.
Die Taschen sind außerdem ziemlich schick und kommen gut an.  Seit dem Sommer habe ich daher schon den ein oder anderen Beutel für Freundinnen und die Familie genäht gehabt.
Meine Kinder hatten sich nun schon seit einiger Zeit eigene, kleinere Beutel gewünscht. Den Wachstuchstoff mit Sternen, haben sich sich auf dem  letzten Stoffmarkt ausgesucht gehabt (das war an Nikolaus, glaube ich*schäm*) . Doch gestern hatte ich dann endlich Zeit, das Muster zu verkleinern und gerade eben sind die letzten zwei Beutel, für den Osterhasen, über die Maschine geschlüpft.  Ich habe die Beutel schon aus Wachstuch und dem etwas teuren beschichteten Baumwollstoff genäht, gehen tut beides. Wichtig ist blos, dass es eine Weile ausdünstet bevor frau es zu Lunch-Bags vernäht, sicher ist sicher und so.
Meine original Anleitung war ein Video von "Das  Haus mit dem rosa Sofa", aber es gibt im Netz noch viele ähnliche Anleitungen, bei Interesse einfach mal googeln.

Montag, 21. März 2016

Frühlingsanfang und ab in den Garten?! Oder: Jede Menge Kompostgedanken


Hier leider nicht :-( , es ist momentan sogar kälter als es zum Beispiel im Dezember war.
Aber ich stehe in den Startlöchern und hoffe das es bald losgehen kann.
Denn die Sämlinge müssten ganz dringend und bald, wenigstens in das Foliengewächshaus im Garten umziehen,denn am Fenster im Hobbyraum bekommen sie einfach nicht mehr genug Licht.

Aber untätig war ich nicht, die Beete sind nun alle gejätet, der frische Kompost eingeharckt und die "Puffbohnen" sind auch schon in der Erde. Außerdem habe ich in der neuen "Frisch aus dem Garten"-Zeitschrift einen spannenden Artikel über die so genannte "Terra Peta" gefunden. - Quasi eine EierlegendeWollMilchSau, in Sachen Gartenerde, wenn man dem Artikel glauben kann. Eine Erde, die Nährstoffe speichert, die sich im Beet selber vermehrt (!!), aus der Nährstoffe nicht ausgewaschen werden und die ein regelmäßiges Düngen überflüssig macht. Außerdem soll sie den Ertrag um eine zusätzlich Ernte pro Jahr steigern. Ok. ich bin skeptisch. Aber meine Neugierde ist geweckt. Meine Beet sind soweit ganz gut versorgt im Moment, das neue Hügelbeet, das ich im Herbst gebaut habe, wird dieses Jahr die Kürbisse, Gurken und Melonen übernehmen. Auf dem ausgemusterten alten Hügelbeet-Kürbisbeet werden dieses Jahr die Kartoffeln hausen.
So das ich die ganze Fuhre Frühjahrskompost für das große Gemüsebeet und die Stauden zur Verfügung hatte.
Doch das Tomatenbeet muss erneuert werden. Zur Zeit zehrt es immer noch von unserer Pferdemistaktion vor einigen Jahren *lach*. Damals hatten wir viel zu viel Mist geschenkt bekommen und den überflüssigen Mist schließlich zu einem Hügel gestapelt und Kürbis und Co darauf gepflanzt. Um den Hügel hatten wir dann im Folgejahr einen Rahmen gebaut, so wurde es zum Hochbeet.  Im 3. Jahr zogen dort die Tomaten ein und  mittlerweile hat es ein Dach. Aber im letzten Jahr brauchte es schon ziemlich viel Brennesseljauche, so das ich letztes Jahr, die gesamte Ladung des Herbskompostes auf das Tomatenbeet gebracht habe. Da es ein großes Beet ist (2 x 4 m) war die Kompostschicht am Ende aber nur ein paar Zentimeter dick und es musste eigendlich eine neue Lösung her.
Erst hatte ich überlegt, ganz mutig zu sein und um Herbst noch einmal Mist kommen zu lassen. Doch das spaare ich mir jezt. Denn das Tomatenbeet wird mein Testfeld für diese spannende Erde werden. Wenn alles klappt super, wenn nicht, dann doch Pferdemist *lach*.
Es trifft sich zeitlich ganz gut,denn  ein Kompostbehälter ist nun ja Leer und ein Zweiter müsste an diese Stelle umgeschichtet werden.Und hier kommt die Terra Peta ins Spiel: Es gibt verschiedene Möglichkeiten sie selber zu machen, gute Infos findet ihr zum Beispiel HIER oder HIER
Ich möchte kein Urin sammeln und/oder meine Fäkalien auf den Kompost tragen, auch fehlte mir die Idee wo ich Pflanzenkohle herbekommen sollte. Also habe ich mir für einen etwas einfacheren Weg entschieden und ein Streu im Internet erstanden was aus gemahlener Kohle, getrockneten Fäkalien und diesen speziellen Microorganismen besteht. Dieses schichte ich nun jeweils abwechselnd, mit meinen Küchenabfällen in einen luftdichten Eimer in der Abstellkammer und lasse den Fermentierungsprozess dort, im Warmen, passieren. Laut Packungsbeilage des Streues dauert das ca. 10 Tage. Dann wird die fertig fermentierte Masse zwischen den Kompost geschichtet (vererdet) und bis zum Herbst sollte dann aus meinen halbfertigen Kompost aus dem Vorjahr  + der fermentierten Masse, eine nette Portion Terra Peta, für das Tomatenbeet, geworden sein. Soweit zumindest der Plan. Ich werde aber auf jeden Fall berichten was aus meinem Experiment wird!

Außerdem gestern habe ich ganz überraschend, von meinem Lieblingsnachbarn, einen Nistkasten geschenkt bekommen. Mit solchen Kästen habe ich schon so lange gebliebäugelt, da ich aber keine begnadete Holzwerklerin bin, bisher das Projekt Nistkastenbau (genau wie einige andere Holzprojekte) recht  erfolgreich vor mir hergeschoben. Um so größer war die Freude, als mein Nachbar mir gestern einen selbstgebauten Nistkasten für Sperlinge brachte, ein kleines "Reihenhaus". Wir haben es direkt an der Südostwand  aufgehangen und nun bin ich schon ganz ungeduldig.

Sonntag, 14. Februar 2016

Grüße aus dem Schokotrüffel-Himmel

Oder: Edele Trüffelpralinen selber zu machen ist absolut kein Hexenwerk.
Ja, gestern da war ich im Schokohimmel!! Und ich befürchte, als bleibendem Schaden, ich bin einem neuen Virus erlegen *lach*.
Eine liebe Freundin, hatte zum Geburtstag eingeladen und für uns alle einen Pralinenworshop bei einem bekannten Konditor gebucht. Es war ein absolutes WOW-Eerlebniss!! Eingehüllt vom Duft geschmolzener Schokolade und karamelisierten Nüssen, mit netten Menschen und einem wahren Meister seines Faches, durfte ich auf eine Entdeckungstour in die Herstellung von Trüffelpralinen gehen.
Meine spärlichen Pralinenversuche erstreckten sich bisher auf die üblichen Nusssplitter- und Cornflakesberge sowie auf das Rollen von Rumkugeln. Vor allem anderen hatte ich mehr als ehrfurchtsvoll einen großen Bogen gemacht.
Gestern dann ein Crashkurs im Rühren von Trüffel-Ganasche und dem Verschließen und Verzieren der damit gefüllten Hohlkugeln.  Mit ein paar Tipps und fachkundiger Anleitung sind Trüffelpalinen plötzlich absolut kein Hexenwerk mehr, sondern erscheinen mir eigendlich schon fast lächerlich einfach selber zu machen.
Vielleicht werden mich meine ersten Gehversuche, mit den wirren Notizen von gestern,  alleine ohne den Meister der Pralinen, dann doch noch eines besseren belehren, aber die Lust auf mehr ist geweckt und ich werde am kommenden  Wochenende versuchen das gelernte zuhause noch einmal zu reproduzieren.
Absolut beruhigend ist an dieser Stelle, das Frau, schon fast alle, zur Herstellung dieser kleinen Kunstwerke nötigen Werkzeuge  besitzt und mir nur noch drei Arten von Pralinengabeln fehlen umd zuhause die gefüllten Kugeln igeln und tauchen zu können.

Samstag, 23. Januar 2016